Eine Tonart beschreibt, um welchen Grundton herum sich ein Stück organisiert und welche Töne dazu „passen“. Diese passenden Töne ergeben sich aus einer Tonleiter.
Eine Tonleiter ist eine festgelegte Folge von Tönen innerhalb einer Oktave, aufsteigend vom Grundton bis zu dessen Wiederholung eine Oktave höher. Eine gebräuchliche Tonleiter hat sieben verschiedene Töne (Stufen), bevor sich der Grundton oben wiederholt. Sie legt den Tonvorrat fest, aus dem Melodien und Akkorde einer Tonart gebildet werden – Tonart und Tonleiter sind also zwei Sichten auf dieselbe Sache: die Tonart als Zentrum, die Tonleiter als die Tonfolge, die dieses Zentrum aufspannt.
Entscheidend ist dabei nicht die absolute Tonhöhe, sondern das Muster aus Ganz- und Halbtonschritten zwischen den Tönen. Genau dieses Muster bestimmt den charakteristischen Klang und ist für jede Tonart gleich: Verschiebt man den Grundton, wandert das ganze Muster mit – die Beziehungen zwischen den Tönen bleiben identisch.
Die beiden wichtigsten Muster sind Dur (hell und aufgelöst) und Moll (dunkler und weicher). Sie unterscheiden sich vor allem in der Terz, aber auch in Sexte und Septime. Unten lässt sich zwischen beiden umschalten und die Schrittfolge, die Stufen und die Intervalle Schritt für Schritt vergleichen.
Schalte unten zwischen Dur und Moll um und beobachte, wie sich Terz, Sexte und Septime verschieben.